Sa., 24.10.2015 / 14:00 Uhr / Burg Stargard

SV Burg Stargard 09 - MSV Groß Plasten  0:2 (0:0)

Plastener Aufstellung

Benjamin Wegener

Sven Schubert - Till Sugint - Sven Marquardt - Florian Disteler (85. Eric Hödl)

Eric Bachert (90. Chris Bachert) - Andreas Dreyer

Andy Purlinski - Henning Voß - Jens Wala

Florian Gutsch (54. Tino Kuphal)

 Burg Stargard: Hinz, Thurow, Discher, Dielenberg, Boldt, Markewitz, Mentzel, Suckstoff, Stuth, Butt (77. Schreiber), Dupke (57. Fischer)

Torfolge:

0:1 64. Andy Purlinski

0:2 75. Andreas Dreyer

Mit Tino Kuphal wurde das Erfolgsgen eingewechselt

Beide Mannschaften hatten am heutigen Tag mit enormen Personalproblemen zu kämpfen. Ein Blick auf die Aufstellung des letzten Vergleiches (11.04.2015) erklärt vielleicht den übermäßigen Qualitätsverlust des heutigen Landesklassespiels. Auf beiden Seiten standen jeweils nur noch fünf Spieler in der Startaufstellung. Beim MSV kennt man dieses Problem im Verlaufe dieser Saison ja bestens. Heute hatte man aber keinen echten Stürmer mehr zur Verfügung. Felix Sugint hat sich nach seinem Auslandsaufenthalt vom Verein abgemeldet, David Haupt (-kommissar) muss derzeit, der gesellschaftlichen Lage geschuldet, fast jedes zweite Wochenende arbeiten und zu allem Überfluss hat sich Marcus Lietzau am Donnerstag im Training eine Muskelverletzung zugezogen. Die Stargarder vermissten naturgemäß ihren in der letzten Woche noch dreimal treffenden, besten Torschützen Martin Thürsam. So standen sich im wahrsten Sinne des Wortes zwei zahnlose Tiger gegenüber.

Da der Werteverlust beim Gastgeber noch deutlicher zu Tage trat, bestimmte der MSV das Spiel. Florian Disteler verfehlte in der vierten Spielminute den Kasten aus 20 Metern knapp. Im Gegenzug entwickelte sich die einzige gefährliche Aktion des Gastgebers in der ersten Halbzeit. Der freistehende Maik Mentzel zielte per Kopf nicht genau genug. Jens Wala zog aus zehn Metern ab (12.), den abgewehrten Ball des Stargarder Torwartes konnte der ohne Gegenwehr acht Meter vor dem Tor stehende Florian Gutsch nicht verwerten. Auch der zweite Ball nach einem Gutsch-Freistoß von Eric Bachert fand nicht den Weg ins Tor (20.). Eine Minute später wurde Henning Voß mit einem mustergültigen Steilpass in der Sturmmitte freigespielt. Eine technische Unzulänglichkeit bei der Ballannahme verdarb die große Möglichkeit. Dann landete der Ball zur Freude der zahlreich angereisten Plastener Zuschauer endlich im gegnerischen Kasten (24.). Andy Purlinski wollte eigentlich auf den aus der Tiefe in die Spitze startenden Jens Wala passen. Sowohl Jens Wala als auch der Heimtorwart verfehlten diesen Schlenzer. So schlug der Ball im langen Eck ein. Die folgende Abseitsentscheidung des Linienrichters ist nach Abwägung aller Möglichkeiten kaum  nachvollziehbar.

Ab sofort glich das Spiel eher einem Völkerball-Wettkampf, bei dem versucht wird, mittels eines Balles den Gegner "abzuschießen". Die Torwarte konnten diesem Treiben in aller Ruhe zuschauen. Erst als der quirlige Tino Kuphal eingewechselt wurde (54.) und Abräumer Eric Bachert ein weiteres Mal in die verwaiste Sturmmitte beordert wurde, kam das MSV-Angriffsspiel wieder in Fahrt. Andy Purlinski köpfte nach einem langen Freistoß von Andreas Dreyer an den Pfosten (59.). Dann spielte der Plastener Kapitän seinen eingewechselten Mitspieler völlig frei (64.). Den Versuch von Tino Kuphal  parierte der fast 50jährige Stargarder Torwart souverän. Gegen den harten und platzierten Abschluss nach dem zweiten klugen Pass von Andreas Dreyer auf den an der Strafraumlinie postierten Andy Purlinski war er allerdings machtlos. Der MSV lag glanzlos aber hochverdient in Führung. Gefahr auf der Gegenseite: Fehlanzeige! Der Angriff des Gastgebers blieb harmlos. Einzig Frank Markewitz tauchte noch einmal völlig allein gelassen vor Benjamin Wegener auf (83.). Der Abschluss reihte sich allerdings nahtlos an die zuvor gezeigten Leistungen an.

In den Reihen des MSV lief der Ball jetzt endlich etwas präziser. Jens Wala scheiterte an Hinz aus elf Metern (73.). Dann folgte die Belohnung für den am heutigen Tag allen anderen auf dem Platz stehenden Fußballern überlegenen Andreas Dreyer. Eine perfekte Ballannahme, ein kurzer Blick Richtung Gegnertor und ein gezielter Torschuss aus 22 Metern, alles wie aus einem Guss, besiegelten den Plastener Sieg. Jetzt hatte der MSV sogar die Möglichkeit das 2:0 weiter auszubauen. So verhinderte Maik Hinz mit einer für einen 50jährigen kaum zu glaubenden Reaktion das 3:0 durch einem guten Voß-Knaller (76.). Die letzte gute Plastener Möglichkeit verfehlte Eric Bachert nach präzisem Zuspiel von Andy Purlinski (82.).

Um noch einmal auf den Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen zurück zu kommen, kann man feststellen, dass die Torschützen seinerzeit die gleichen zur fast gleichen Zeit waren.

Der nun schon zweite endgültige Verlust eines Stammspielers aus der starken Mannschaft der Vorsaison schränkt die Favoritenrolle des MSV deutlich ein. Verstärkung ist zwar in Sicht, aber trotzdem müsste es dem MSV nur gelingen seine vereinsintern schlummernden Reserven zu aktivieren und viele Probleme wären ad acta gelegt. 

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