Sa. 01. Dezember 2012 / 13:30 Uhr / Burg Stargard

SV Burg Stargard 09 - MSV Groß Plasten 3:0 (1:0)

Plastener Aufstellung

Martin Herrmann

Steffen Zastrow (75. Matthias Börst) - René Duggert - Sven Marquardt

Torsten Hagenow - Andreas Dreyer

Robert Tornow - Manuel Berndt - Florian Gutsch

Eric Hödl (66. Sebastian Schulz) - Martin Evert

Burg Stargard: Wehlen, Schmidt, Peters, Thurow (68. Markowitz), Bünning, Prosch, Philipp, Lohmann, Mentzel, Danielczyk (53. Butt), Krahl

Torfolge:

1:0 19. Dennis Krahl

2:0 62. Dennis Krahl

3:0 68. Michael Bünning

Fußball vergessen und an Weihnachten denken

Im Plastener Lager ist man wahrscheinlich froh, dass jetzt erstmal Schluß ist mit Fußball. Die schon dünne Personaldecke reduzierte sich kurz vor dem Spiel noch einmal, weil sich mit Jens Wala beim Aufwärmen der dritte von vier Plastenern Angreifern verletzte und nicht mitwirken konnte. So musste mal wieder Oldie Torsten Hagenow ran. Unglaublich was der 44jährige auf dem Platz ablieferte. Ob Rechtsaußen oder Linksverteidiger, das neu aufblühende Energiebündel überzeugte nicht nur läuferisch, sondern war auch immer wieder in das eigentlich gute Aufbauspiel des MSV eingebunden. Und weil auch Manuel Berndt und Andreas Dreyer mit ihrem laufintensiven und technisch versierten Spiel im Mittelfeld die Hoheit übernahmen, hatte der MSV bis zur 60. Minute ein deutliches Übergewicht an Spielanteilen.

Das alles hat heute aber nichts genützt, weil die Stargarder im pfeilschnellen Dennis Krahl den Matchwinner in ihren Reihen hatten und beim MSV der einzig verbliebene Stürmer Martin Evert einen rabenschwarzen Tag erwischte. Schon nach fünf Minuten agierte er nach schöner Flanke von Manuel Berndt in aussichtsreicher Position zu zaghaft und nach 36 Minuten versagten ihm die Nerven völlig. Zweimal ziemlich ungehindert, zentral im gegnerischen Strafraum konnte er den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Dennis Krahl machte es da besser. Seine erste Aktion vertändelte er zwar auch noch (8.), aber nach 19 Minuten war er mit seinem ungemein schnellen Antritt schneller als Steffen Zastrow und Martin Herrmann. Aus spitzem Winkel lupfte er gekonnt den Ball zur Stargarder Pausenführung ein.

Nach der Pause wollte der MSV den unglücklichen Pausenrückstand wettmachen. Die Spielanteile verlagerten sich noch weiter Richtung MSV. Manuel Berndt zog volley vom Strafraumeck ab und verfehlte den Kasten um Zentimeter(47.). Jetzt spielte nur noch der MSV, der allerdings sehr weit aufrückte und den schnellen Stürmern des Gegners viel Platz zum Kontern anbot. Und weil auch noch Sven Wehlen im Stargarder Tor mit einer Glanztat die schönste Plastener Direkt-Kombination mit einem präzisen Abschluss von Torsten Hagenow aus dem unteren Eck kratzte, wendete sich das Spiel nach dem dritten Konter des Gastgebers in kurzer Zeit zu Gunsten der Rand-Neubrandenburger. Mit seinem zweiten Tor machte Dennis Krahl, nach unwiderstehlichem Antritt den Sack zu (62.). Eigentlich war noch genügend Zeit für den MSV um zurückzuschlagen. Aber auch die besten Chancen konnten heute nicht verwertet werden. Andreas Dreyer verzog nach guter Flanke von Florian Gutsch (63.) und als der Plastener Kapitän Martin Evert mustergültig zehn Meter vor dem Tor freispielte (82.) und kurz darauf die schön getimte Flanke von Florian Gutsch wieder den freistehenden Stürmer erreichte, war klar, dass dem Plastener Angreifer heute kein Tor mehr gelingen würde. Die guten Vorlagen landeten nach dem Abschluss ungewöhlich weit neben dem Kasten.

Der dritte Treffer der Gastgeber durch Lukas Butt hatte da nur noch statistischen Wert. Wieder wurde die Plastener Abwehr Opfer eines Konters der Stargarder, der spielentscheidenden scharfen Waffe am heutigen Tage. Diskussionen über eventuelle Abseitsstellungen verdeutlichen in dieser Situation eigentlich nur die eigene Hilfslosigkeit. Arm hoch und warten auf den Pfiff des Schiris war noch nie erfolgversprechend. An der souveränen, immer deeskalierend wirkenden Spielführung des Schiedsrichterkollektivs gab es jedenfalls nichts zu deuteln. Gelbe Karten gab es nur, wenn das Maß auch wirklich voll war. Klasse!

 

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